20. Mai 2010 0 Kommentare
Daniel M. kam vor ein paar Wochen zu uns in den Laden mit dem Wunsch, sich von uns ein einfach zu bedienendes Gitarren-System bauen zu lassen. Wichtig war, dass das System in einer Live- oder Studiosituation schnell, unproblematisch und mit wenigen Handgriffen spielbereit verkabelt und danach wieder abgebaut werden kann.
Dani spielt einen Bogner Extacy Head (den er vor einigen Wochen bei uns gekauft hat) in Kombination mit einigen Pedalen, einem T.C. Electronic G-Force Multieffektgerät und einem 4×12″ Cabinet.
Nach einer ersten Besprechung in der Dani seine Wünsche detailiert geäussert hat und bei der wir zusammen das Konzept ausgearbeitet haben, hatten wir schnell die Eckpunkte definiert:
- - ein kompaktes System bestehend aus: Pedalboard, Amp-Head und Multi-EFX-Gerät
- - das System muss auf einen Knopfdruck komplett via MIDI auf andere Sounds umgeschalten
- - es muss schnell auf- und abgebaut werden
- - keine “herumfliegenden” Netzteile auf dem Pedalboard oder im Rack
- - keine “herumfliegeden” Kabel oder ähnliches
- - eine zentrale Stromversorgung mit Spannungsstabilisator für alle Komponenten im System
- - “Plug-And-Play”
Auf dem Pedalboard befinden sich ein Ernie Ball Volume Pedal, gefolgt von einem Real McCoy RMC6 Wheels of Fire Custom Wah-Wah. Danach geht das Signal in das G-Lab GSC-3 in dem der Fulltone OCD Overdrive im Loop “1″ eingeschlauft ist. Die folgenden fünf Loops sind (momentan) nicht besetzt. Das GSC-3 steuert gleichzeitig den G-Lab MAC 4.4 MIDI-To-Relais Switcher, der hinten im Rack eigebaut ist und die Kanäle und Funktionen des Bogner Extacy Heads steuert und das Medusa-Floorboard von Bogner ersetzt.
Das T.C. Electronic G-Force wird parallel zum trockenen Signal des Bogners dazugemischt. So ist gewährleistet, dass absolut keine Klangverfälschung über das G-Force (oder eventuelle andere Effektgeräte) zustande kommt.

Die Ansicht von Hinten: Bogner, Furmann PL8+, T.C. Electronic G-Force, G-Lab MAC4.4, Netzteile und Verkabelung
Das ganze System ist so verkabelt, dass das G-Lab GSC-3 die zentrale Steuereinheit ist und alle Geräte “verwaltet”. Dani ist nun in der Lage auf Knopfdruck einen Clean-Sound vom Bogner mit (z. B.) dem Preset Nr. “1″ vom G-Force (z. B. mit Chrus und Delay) und dem OCD Verzerrer einzuschalten.
Die Verkabelung ist so konzipiert, dass er mit wenigen Handgriffen den Head mit (gefiltertem und stabilisierten) Strom anschliessen kann und das Gitarren- und Effektsignal via Multicore-Kabel vom Pedalboard zum Rack bzw. Verstärker führen kann.
Insgesamt braucht es für den kompletten Auf- und Abbau etwa 7 Minuten: Rekord!
Ich wünsche Dani viel Spass mit seinem neuen System.
Mani


