5. November 2010 3 Kommentare
Es gibt auf dieser Welt wirklich viele tolle Gitarren.
Beginnend mit den “Klassikern” wie Fender, Gibson, Gretsch, Rickanbacker usw. hat sich in den letzten fünfzig Jahren in der Evolution der Gitarre einiges getan. Die 50-er und 60-er Jahre waren die Zeit des ausprobierens und der (mehr oder weniger) Geburt der klassischen Gitarren wie Stratocaster oder Telecaster. Die 70-er waren durch die Materialknappheit auf den Weltmärkten geprägt und Gibson musste z.B. die Korpusse ihrer Les Pauls aus mehreren dünnen Schichten Mahagony zusammenleimen. Fender verbaute wiederum nur sehr dünne Palisander-Griffbretter auf seinen Strats. Die schlechte Fertigungsqualität bei allen Herstellern hatte Auswirkungen.
Es gab zu dieser Zeit (also gegen Ende der 70-er Jahre) ein paar Jungs aus der L.A. Gitarrenbauerszene die die Instrumente für Studiocracks wie Steve Lukather, Michael Landau oder Larry Carlton in ihren Shops reparierten und für den Unterhalt der viel gespielten Instrumente zuständig waren. Schnell aber erkannten diese Leute die “Schwächen” dieser Instrumente und begannen sie zu modifizieren und (und jetzt kommt’s) selber eigene Designs (die auf den Klassikern beruhten) zu bauen und die Bedürfnisse und Vorschläge ihrer Kunden in die Designs einfliessen zu lassen.
Einer davon ist James “Jim” Tyler.
James Tyler begann genauso und hatte eines Tages die Nase voll von Modifikationen und schlechten Gitarren und entscheid sich kurzerhand ein eigenes Design mit abgefahrenen Farbkombinationen die im Flutlicht der Bühnenbeleuchtung richtig auffallen, zu entwickeln. Sehr schnell sprach sich das in der Studioszene unter den Session-Gitarristen herum das es diese “wundersamen” und absolut fantastisch klingenden Gitarren von diesem Typ, James Tyler gab.
Von da an nahm alles seinen Weg. James Tyler Gitarren wurden (und werden immer noch) von Gitarristen wie Michael Landau (die The Black Classic ist das ursprüngliche Michael Landau Signature Modell), Steve Lukather, Tim Pierce, Tarikh Akoni uva. gespielt. Seine Radikalität im Design und in der fertigung sidn mit keiner anderen Gitarrenmarke vergleichbar und die Tyler “Shmear” Finishes wurden oft von anderen kopiert aber nie in der Perfektion erreicht wie bei Tyler – dem Original.
Es gibt (meiner subjektiven Meinung nach) nichts, aber auch wirklich gar nichts in der Gitarrenwelt, was mit der Verarbeitungsqualität, den Resonanzeigenschaften, demSound oder dem Handling mit den Gitarren von Tyler vergleichbar wäre. Seine Fertigungsqualität ist mit einem Uhrwerk von Pathek Phillippe oder Bulgari vergleichbar und ist Präzision und Technikbegeisterung in Reinkultur. Ich möchte hier einige Vintage Instrumente ausnehmen. das ist eine andere Kategorie über die ich gerne später Bloggen möchte.
Ich selber spiele seit etwa fünf Jahren eine Tyler The Black Classic als mein Hauptinstrument und mein Mitarbeiter Dario hat sich vor einiger Zeit eine gebrauchte The Black Classic bei uns gekauft.
Das Resultat: wir geben sie nicht mehr aus den Händen!



Ueli Gasser | 7. April 2011
Kann mich nur anschliessen. Spiele die Black Classic als Hauptgiti seeehr viel und würde sie niiiie mehr geben.
admin | 8. April 2011
Hallo Ueli
Vielen herzlichen Dank für Deinen Eintrag. Es hat mich sehr gefreut!
Mani
Tino | 14. November 2011
… und ich freue mich auf meine !-) yesssh