Archiv für Oktober 2011

So langsam werden die Tage kürzer, es wird kälter die Heizungen angeworfen oder der Kamin wird zum ersten Mal angefeuert und wir stellen und stimmen uns auf die kalte Jahreszeit ein.

So romantisch dies auch klingen mag: leider leiden unter diesen Bedingungen unsere Instrumente!

Mit dem Anfang der Heizperiode trocknet die Luft auf bis zu einen Wert von ca. 20% aus, was zu teilweise irreparablen Schäden an einer Gitarre führen kann.

Durch die zu trockene Luft schrumpft das Instrument in der Längs- und Querachse und besonders Akustische Gitarren haben das Problem, dass sich die Decke der Gitarre “verzieht” und es zu Rissbildung in der Decke bzw. den Zargen und dem Boden kommen kann.

Die Verbalkung (Bracing) löst sich und dadurch verliert die Decke ihre Stabilität, die Balken scheppern und alles wird nur schlimmer. Der Lack bekommt Risse und die Saitenlage ist so hoch, dass man mit einem Lastwagen unter den Saiten durchfahren kann. Die Bünde kommen an den Griffbretträndern “heraus” u.s.w.

Durch den Saitenzug herrschen grosse Kräfte auf eine Gitarrendecke ein und typisch für eine zu trockene Gitarre ist das folgende Bild:

Copyright: Manis Guitar Shop GmbH-2011

Die rot gestrichelte Linie zeigt (in etwas übertriebener Form) die Wölbung einer zu trockenen Decke wie sie bei unsachgemässer Lagerung durchaus entstehen kann.

Vor dem Steg herrscht eine Belastung auf Kompression, d.h. die Holzfasern werden in Längsrichtung “gestaucht” und hinter dem Steg ist Belastung auf Expansion (Dehnung) vorhanden. Dies resultiert in einer unnatürlichen Wölbung der Decke und dadurch entstehen Risse bzw. die Verbalkung (Bracing) löst sich.

Was kann ich dagegen tun?

Es gibt total einfache Lösungen:

1. in dem Raum in dem ihr die Gitarre lagert (egal ob im Case oder im Gitarrenständer) einfach einen Luftbefeuchter aufstellen. Ich habe die besten Erfahrungen mit Verdampfern gemacht, denn die bringen (im Gegensatz zu Verdunstern oder Verneblern) relativ schnell und eine konstante Luftfeuchtigkeit in den Raum.

2. ihr benutzt spezielle Humidifier für Gitarren wie sie z.B. bei uns im Manis Guitar Shop für Fr. 25.- erhältlich sind. Diese werden in das Schalloch der Gitarre eingesetzt und das Case wird geschlossen. Somit herrscht im Case für drei bis fünf Tage ein Mikroklima von 50%-60% Luftfeuchtigkeit.

3. ihr lagert die Gitarre nicht in der Nähe von Heizkörpern oder Kaminen/Öfen und bei Bodenheizungen auf dem Boden.

4. ihr kontrolliert regelmässig den Zustand der Decke, des Halses und der Bünde.

Grundsätzlich gilt dies für alle Arten von Instrumenten. Egal ob Blockflöte, E-Gitarre, Mandoline, Harfe oder was auch immer.

Wenn ihr in Zukunft auf diese vier Punkte der Gitarrenpflege während der Wintermonate befolgt, werden euch eure schönen Schätzchen dankbar sein und ihr werdet auch weiterhin viele Jahre Freude an euren Instrumenten haben.

Viel Spass.

Euer Mani

Liebe Freunde und Leser

In den letzten Wochen und Monaten wurde ich oftmals mit Diskussionen über Preise und Preisvergleiche mit dem näheren Ausland konfrontiert und unsere Kunden mussten bei näherer und genauer Betrachtung mit Erstaunen feststellen, dass wir gar nicht teurer sind als im Ausland – im Gegenteil!

Aus diesem Grund möchte ich heute in diesem Blogbeitrag Stellung dazu nehmen und erklären wie wir im Manis Guitar Shop Preise kalkulieren.

Wie wir alle nur allzu gut wissen, sind die Auswirkungen der Euro-Finanzkrise und des daraus resultierenden Franken-Wechselkurses dramatisch und viele Branchen und unsere Mitbewerber leiden unter dieser Situation. Auch ich rege mich auf, wenn ich für das ein- und dasselbe Produkt das Doppelte oder Dreifache bezahlen muss. Das geht so nicht und glücklicherweise haben die Vertriebe und Importeure auf diesen Zustand reagiert.
Manche früh genug – viele leider zu spät.

Mit Stolz kann ich aber sagen, dass wir im Manis Guitar Shop für unsere Kunden immer auf einer fairen Basis unsere Preise im Laden kalkuliert haben – vor allem bei Produkten die wir selber importieren: Suhr, Custom Audio Amplifiers, Bogner, Tyler, Homebrew, Zvex und viele andere. Dadurch resultiert sind in den letzten Wochen und Monaten massive Preissenkungen bei fast allen Produkten aus unserer USA-Linie.

Wie kalkulieren wir unsere Preise – ein Beispiel:
Wir bestellen – zum Beispiel – eine Gitarre. Danach bekommen wir eine Auftragsbestätigung auf der ein Richtpreis steht und den nuzen wir für unsere Offerte an den Kunden.
Danach wird das Instrument erst gebaut, denn in der Regel handelt es sich um Custom-Made-Instrumente.
Und das kann zwischen drei und sechs Monaten dauern bis so ein Instrument oder Verstärker gebaut wird.

Wenn das Instrument, Verstärker oder Effektpedal fertig gebaut bzw. versandbereit ist, bekommen wir eine definitive Rechnung des Herstellers und wir müssen alles vorauszahlen!
Der an dem Tag gültige Wechselkurs an dem ich die Rechnung bezahle ist der Wechselkurs, den ich als Basis für die Kalkulation unserer Preise benutze und wir haben immer die Wechselkursschwankungen in unseren Preisen berücksichtigt!
Das Problem dabei: niemand kann voraussagen was in drei bis sechs Monaten sein wird und wie der Wechselkurs dann ist.

Ich bin der Meinung das ist fair für alle: für uns als Manis Guitar Shop und vor allem für unsere treuen Kunden!

Abgesehen davon können wir – im Vergleich zu einem privaten Import – auch teilweise massiv günstiger sein, denn wir bestellen nicht eine Gitarre, Pedal oder Verstärker, sondern mehrere und sparen somit Transportkosten, die in den letzten zwei Jahren geradezu expoldiert sind.
Nicht vergessen: bei einem Privaten Import kommen Transportgebühren, Vorlageprovision (das ist die Gebühr die Du dem Transporteur entrichten musst, dass er Dir die MwSt vorschiesst – wenn Du kein ZAZ-Konto hast), Zollgebühren und nicht vergessen 8% Mehrwertsteuer zum eigentlichen Verkaufspreis dazu.